Donnerstag, 12. Juni 2014

und plötzlich bin ich Hausfrau...

Wobei ich die Bezeichnung "Hausfrau" persönlich jetzt irgendwie nicht so schön finde, wobei es prinzipiell ja so ist. Mein Mann hat sich einen anderen Titel für mich einfallen lassen - Chefin eines Familienunternehmens mit Home Office. Ich finde das klingt doch gleich deutlich besser, oder nicht?! 

Fakt ist aber, dass ich ab jetzt offiziell zuhause bin. Heute habe ich noch Urlaub, morgen startet dann der Mutterschutz. Schön, aber auch irgendwie komisch. Ich habe meinem letzten Arbeitstag mit gemischten Gefühlen entgegen gesehen. Einerseits habe ich mich darauf gefreut, denn immerhin beginnt jetzt ein komplett neuer, aufregender Lebensabschnitt für mich. Andererseits hatte ich auch etwas Angst - wie wird es werden nur noch daheim zu sein? 

Ich arbeite seit ich 16 bin durchgehend (außer einer kurzen Zeit nach dem Umzug als ich einen neuen Job gesucht habe). Ich hatte jeden Tag meine Aufgabe, wusste was ich zu tun habe, mochte auch die Routine. Ich bin schon irgendwie ein Mensch der auch Routine braucht. Spontan in den Tag zu leben war noch nie mein Ding. Ich plane sehr gerne und brauche gewisse Festigkeit im Tagesablauf. Das ist jetzt erstmal weg. Natürlich wird es anders werden wenn das Baby erstmal da ist, aber wie es genau wird weiß ich eben nicht. Diese Ungewissheit macht mir keine richtige Angst - ich freue mich sehr auf die Zeit zu Dritt - aber es löst doch irgendwo tief im Inneren ein merkwürdiges Gefühl aus. 

Freuen tue ich mich allerdings über die plumpe Tatsache, dass ich die Aufgaben des Haushalts jetzt in Ruhe tagsüber erledigen kann. Bisher mussten wir das immer am Wochenende machen, und das hat mich teilweise echt frustriert. Aber so ist das eben wenn man arbeitet und auch erst spät abends nach Hause kommt. Das gehört jetzt erstmal der Vergangenheit an, definitiv eine der positiven Seiten! 

Mein letzter Arbeitstag gestern war übrigens zum Glück sehr ruhig. Es war wenig los und so konnte ich in Ruhe die Übergabe machen und mich von allen verabschieden. Geschenke gab es auch, womit ich gar nicht gerechnet hatte, die mich aber unglaublich gerührt haben. Und heute hatte ich auch schon Kontakt zu meinen alten Kolleginnen via Whats App. Man ist halt doch noch nicht ganz weg und will das irgendwie auch noch nicht ;-) Und jetzt sitze ich vor dem Laptop, trinke Kaffee und schreibe diesen Post. Irgendwie verrückt. 

Ich denke solche Gefühle sind normal und sie beunruhigen mich auch nicht. Ich glaube nach so langer Zeit braucht man dann einfach auch erst wieder ein bisschen Zeit sich neu zu organisieren und neu einzurichten. Erst recht wenn das Baby dann da ist, dann beginnt wieder eine völlig neue und andere Zeit! Ich hoffe nur er lässt sich jetzt auch wirklich noch die sechs Wochen Zeit, ich bin jetzt einfach mal egoistisch und möchte die nächsten Woche noch alleine genießen. Ich glaube das darf man auch! Ich habe ja auch noch einiges zu tun, so ist es nicht. Das Krankenhaus für die Entbindung muss ich mir noch aussuchen, ich habe noch Berge an Babywäsche zu waschen und zu verstauen, ich will noch unser Wasser testen lassen und besorgen muss ich schon auch noch einiges. Also so richtig langweilig wird es mir nicht werden. Aber das ist ja auch gut so. 

Und jetzt will erstmal die Küche aufgeräumt werden und eine Ladung Wäsche will in die Waschmaschine. Darum werde ich mich jetzt kümmern. Das ist jetzt eben mein neuer Job als Chefin unseres Familienunternehmens... ♥



Ich wünsche Euch einen schönen Donnerstag, egal ob im Job, im Urlaub, mit Kind oder wo auch immer ♥


Youtube | Instagram: alex_wandelbar

Kommentare:

frohsinn hat gesagt…

Ui, da hoffe ich aber auch, dass du die 6 Wochen noch für dich hast :) Ich fieber ja auch schon heimlich ein biserl mit ^^ Aufgaben finden sich immer. Und Zeit für sich haben ist ja was ganz tolles. Und die ist dann ja erst mal weniger. Was ja auch gut ist, dafür bist du dann Mama <3 glg

Romy hat gesagt…

Hallo meine Liebe,ganz viel freude mit deinem baby!du wirst feststellen,dass sich alles änderen wird u man nix mehr planen kann.und in ruhe den haushalt machen?!vergiss es;-)genieß die ruhe vorm storm.meine tochter kam ne woche zu spät,mein 2wochen zu früh.es kann also auch schnell vorbei sein... in diesem sinne,alles gute!Romy

Romy hat gesagt…

Sturm u mein sohn sollte es heißen ;-)

Anonym hat gesagt…

Ach wie aufregend. Bin selber letztes Jahr Mama geworden. Beste Zeit im Leben, Schwangerschaft, Mutterschutz, Mama werden, Mama sein...sooo schön. Wünsche dir alles liebe. Genieße alles!!!

LG

Jessica

Dana hat gesagt…

Geniess die Wochen die du jetzt noch für dich hast, auch wenn man zum Ende hin den Zwerg einfach nur noch in den Armen halten will.

Ich selbst war vom dritten Monat an zu Hause, weil ich in meinem Job ein Beschäftigungsverbot durch meinen Arzt bekommen habe. Bin jetzt also schon über ein Jahr zuhause und freue mich schon wenn ich im Oktober zumindest am Wochenende wieder arbeiten gehe.

Ein Baby entschleunigt den Alltag auf jeden Fall und viele Dinge die vorher selbstverständlich waren stellen mitunter eine organisatorische Herausforderung dar.

Aber man wächst mit seinen Aufgaben :) und auch wenn man sich am Anfang einfach nur eine "Gebrauchsanleitung" für das Baby wünscht, viele Dinge über die man sich den Kopf zerbricht erledigen sich plötzlich ganz von selbst ;)

bunt♥leben hat gesagt…

Genieße die Zeit noch.
Ich hatte ja "das Glück", im 4. Monat ein Beschäftigungsverbot zu bekommen. Das kam Schlagartig (2 Kollegen hatten eine ansteckende Krankheit, die fürs Kind sehr gefährlich sind. Zudem die ganzen Kunden, die Gefahr auf der Arbeit, eine Kollegin die mich bedrohte und der ganze Druck - wodurch ich auch Bluthochdruck hatte). Ich war letztendlich sehr froh, keiner Gefahr mehr ausgesetzt zu sein. Somit konnte ich meine Schwangerschaft dann plötzlich genießen und quälte mich nicht mit der Übelkeit und dem Kreißlaufproblemen dorthin.

Der Haushalt war somit direkt mein Part und es ist wirklich angenehmer, dies täglich erledigt zu bekommen. Sonst hing das auch immer bis zum Wochenende rum und sowas hasse ich wie die Pest. 10 Stunden täglich Arbeiten trotz Schwangerschaft und dann noch Haushalt und Co, war für mich schwer zu schaffen.

Aber trotzdem ist es manchmal ein komisches Gefühl. Irgendwie fühlt man sich arbeitslos und das kannte ich bisher nicht. Schon während er Schulzeit, hatte ich seitdem ich 16 bin, immer einen Nebenjob. Danach Vollzeit, dann Ausbildung und dann wieder Vollzeit. Man fühlt sich manchmal richtig faul :D Aber sobald wir unsere Zwerge haben, ändert sich das eh alles wieder :)

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